Peter Stein

Dez 062011
 

Die GAG Immobilien AG lädt alle Kalker Bewohner zur Teilnahme an der Gedenkfeier herzlich ein.
Sie findet statt,
Sonntag, 11. Dezember 2011, 12.00 Uhr in der Marha-Mense-Straße in Köln Kalk (am Straßenschild).

Es ist folgender Programmablauf geplant unter Pavillons:

1. Grußwort von Markus Thiele, Bezirksbürgermeister Kalk
2. Gedenkrede von Dr. Fritz Bilz, Geschichtswerkstatt Kalk
3. Einladung zu einer Tasse Kaffee und Weihnachtsgebäck
4. Betrachtung einiger Plakattafeln, die das Leben von Martha Mense dokumentieren

Die Veranstaltung ist insbesondere auch für Kinder geeignet.

Ansprechpartner:
Dirk Kästel
Leiter Events und Sponsoring
GAG Immobilien AG
Josef-Lammerting-Allee 20-22,
50933 Köln

Nov 102011
 

Pressemitteilung

Die Geschichtswerkstatt Köln-Kalk erinnert am 100. Geburtstag von Georg Meistermann an diesen international bekannten Künstler und genialen Glasmaler, der auch in Kalk seine künstlerischen Spuren hinterlassen hat.
Georg Meistermann, geboren 1911 ins Solingen, gestorben 1990 in Köln, war eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten in Deutschland. Von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler geschmäht und in seiner künstlerischen Arbeit behindert, entwickelte er sich als Anhänger der abstrakten Kunst zu einem Schwergewicht der Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg.
Als Maler und Grafiker hatte er schnell einen Namen, war Professor an den führenden Kunsthochschulen des Landes und Mitbegründer und lange Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes.
Am bekanntesten jedoch wurde Georg Meistermann als Glasmaler. Weit über 1000 Glasfenster hat er weltweit gestaltet, maßgeblich hat er den Wiederaufbau in Köln mit seiner Glaskunst gestützt. So sind seine farbenträchtigen Arbeiten in den Kirchen St. Columba und St. Gereon sowie in der Eingangshalle des WDR-Funkhauses zu bewundern. Er gilt international als der führende Glasmaler des 20. Jahrhunderts.
Auch ihn Köln-Kalk sind seine Glasmalereien zu bewundern. Hier gestaltete er 1965 die Fenster von St. Marien und der Kalker Kapelle.
Den 100. Geburtstag von Georg Meistermann nimmt die Geschichtswerkstatt Kalk zum Anlass, in einem Vortrag mit einem Film und einer Bilderschau an den Künstler zu erinnern und seine Werke vor Ort erklärend zu würdigen.
Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein, die stattfindet am

Mittwoch, dem 23. November 2011, 19.30 Uhr

in der Kirche St. Marien, Kalker Hauptstraße/Ecke Kapellenstraße, Köln-Kalk.

Wir würden uns freuen, wenn sie diese öffentliche Veranstaltung ankündigen würden.
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Dr. Fritz Bilz, Wiehler Str. 25, 51109 Köln,
Geschichtswerkstatt Köln-Kalk

Aug 302010
 

Die Geschichtswerkstatt Kalk möchte in einer öffentlichen Veranstaltung an das Fabriksterben erinnern.
Sie findet statt am Donnerstag, dem 16. September 2010, um 19 Uhr im Saal des Bürgeramtes Kalk, Kalker Hauptstraße 247-273 (Gegenüber der Kalker Kapelle).

Kalk war bis in die 1990er Jahre ein weltbekannter Industrieort. Fabriken bestimmten den Charakter von Kalk mit der positiven Seite der vielen Arbeitsplätze und damit verbunden der Steuerleistung für die Stadt, aber auch den negativen Seiten der Lärm- und Geruchsbelästigung.
In den 1970er Jahren arbeiteten in den rund 20 Kalker Fabriken noch ca. 9.000 Arbeiter. Am Ende des Jahrzehnts fing das Fabriksterben an. Immer mehr Betriebe schlossen die Werkstore. 8.500 Menschen verloren ihre Arbeit. Die Ursachen waren vielfältig.
1978 wurde die Eisengießerei Stühlen dicht gemacht, 1979 folgte der Stahlbau Albert Liesegang, 1983 das Akkumulatorenwerk Gottfried Hagen, Ende 1993 stellte die Chemische Fabrik Kalk den Betrieb ein, 1996 wurde das Traktorenwerk von KHD geschlossen. Als eine der letzten Kalker Fabriken wurde im Jahre 2006 die chemische Fabrik Reimbold und Strick geschlossen. Bald darauf wurden ihre Fabrikhallen abgerissen. Auf dem Gelände entsteht gerade der Musik-Store.
Drei Zeitzeugen erinnern an den Niedergang ihrer Fabrik und berichten über die Ursachen.
Franz-Egon Wirtz war der letzte Geschäftsführer der chemischen Fabrik Reimbold und Strick. Er schildert die letzten Jahre dieses Unternehmens.
Aus der Sicht eines Beschäftigten berichtet uns Detlef Ungewitter, der letzte Betriebsratsvorsitzende des Stahlbauunternehmens Albert Liesegang, seine Eindrücke über die Dramatik der letzten Tage des Unternehmens und die Ursachen für den Niedergang.
Das Ende der Chemischen Fabrik Kalk schildert uns Klaus Rogowski, der fast bis zum letzten Tag in diesem Unternehmen gearbeitet hat.
Alle drei Zeitzeugen geben Einblicke in die industrielle Arbeit im Kalk vor 40 Jahren, aber zeigen auch ein schmerzhaftes Kapitel der Geschichte dieses Vorortes, denn jede Fabrikschließung ist mit Arbeitslosigkeit und damit tiefen Einschnitten in das Leben der Menschen verbunden. Die Menschen von Kalk und dieser Stadtteil leiden noch heute darunter.