Interview mit Herrn Saldi

 Die ersten Gastarbeiter, Kalk ein alter Industriestandort  Kommentare deaktiviert für Interview mit Herrn Saldi
Jul 102002
 

Ort: VHS in Kalk, Datum: Sommer 2002
Das Gespräch geführt haben: Die Herren Becker, Selas, Rogowski und Sobik

Herr Saldi ist ein ehemaliger Arbeitskollege von Herr Rogowski und Herr Sobik in der „Chemischen“, der Chemischen Fabrik Kalk (CFK).
Einleitend stellt Herr Becker fest, dass Herr Saldi die Fragen noch nicht gesehen hat. Worum es geht, ist aber geklärt und dem Respondenten bekannt.

Die Interviewer betonen, dass es viele Fragen gibt: Zu manchen gibt es viel zu erzählen, manche sind schnell zu beantworten.

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Mai 082002
 

Interview-Teilnehmer: Rolf Selas
Eberhard Becker
Horst Mai (Abschrift der Kassette)

Zu Beginn erfolgte die Vorstellung der Teilnehmer untereinander. Der Kreis beschließt sich zu duzen. Sodann erläutert Eberhard Becker den Sinn des Interviews, indem er unsere bisherige Arbeit darstellt und auf die aktuell zunehmende Fremdenfeindlichkeit hinweist, die uns veranlasst hat das Projekt anzugehen.

Mehmet(Name geändert) war lange Jahre bei KHD beschäftigt, bis er dann in den vorzeitigen „Ruhestand“ geschickt wurde. Aber lassen wir ihn nun selbst zu Wort kommen. Continue reading »

Jan 282002
 

Zeitzeuge: F. G. (Der Zeitzeuge möchte anonym bleiben)

Interviewer:: J. König
Datum: Dezember 2001/ Januar 2002

J.K: Herr G. darf ich sie fragen welcher Nationalität sie sind:
Herr G: Ich bin Italiener.

J.K: Welcher Jahrgang sind sie?
Herr G: Ich bin Jahrgang 1940

J.K: Woher kamen sie aus Italien?
Herr G: Aus einem kleinen Dorf in Kalabrien, ganz im Süden von Italien.

J.K: Wie war ihr Elternhaus?
Herr G: Meine Eltern waren sehr arm. Ich hatte noch 6 Geschwister. Meine Eltern und später nur meine Mutter, mein Vater starb als ich 5 Jahre alt war, hatten es immer sehr schwer uns alle satt zu bekommen. Und mußten selber auf alles verzichten damit es uns gut ging.

J.K: Hatten sie in Italien bereits einen Beruf?
Herr G: Nein. Auf dem Dorf in dem ich groß geworden bin gab es keine Möglichkeit einen Beruf zu erlernen. Alle arbeiteten nur auf den Feldern bei dem Padrone, hier sagt man wohl Großgrundbesitzer, dem alles, auch die Häuser in denen wir wohnten gehörte. Natürlich gab es auch Zeiten, wenn die Ernte schlecht war, wo keiner im Dorf Arbeit hatte. Dann war man eben arbeitslos. Aber Unterstützung wie hier in Deutschland gab es nicht. Ich habe zeitweise auch beim Häuserbau ausgeholfen. Zwei meiner älteren Brüder waren in einer Werkstatt für Landmaschinen, ca. 50 km von unserem Dorf, beschäftigt die uns dann in Notzeiten geholfen haben.
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Mrz 292017
 

Dauerausstellung „Einschnitte“, Veränderungen der Industriearbeit in Köln-Kalk 30 Bilder im Format 60 x 70 cm, als Leihgabe zu Beziehen über Geschichtswerkstatt Köln-Kalk,  Email: info@gw-kalk.de

Katalog „Einschnitte“ zur Ausstellung, 8,70 Euro, 133 S.
Hg.: Fritz Bilz, erschienen im Papyrossa Verlag Köln, 1997 – ISBN 3-935735-01-4

 

Weitere Veröffentlichungen zur Geschichte von Köln-Kalk finden Sie unter
Veröffentlichungen.