Nov 102011
 

Pressemitteilung

Die Geschichtswerkstatt Köln-Kalk erinnert am 100. Geburtstag von Georg Meistermann an diesen international bekannten Künstler und genialen Glasmaler, der auch in Kalk seine künstlerischen Spuren hinterlassen hat.
Georg Meistermann, geboren 1911 ins Solingen, gestorben 1990 in Köln, war eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten in Deutschland. Von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler geschmäht und in seiner künstlerischen Arbeit behindert, entwickelte er sich als Anhänger der abstrakten Kunst zu einem Schwergewicht der Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg.
Als Maler und Grafiker hatte er schnell einen Namen, war Professor an den führenden Kunsthochschulen des Landes und Mitbegründer und lange Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes.
Am bekanntesten jedoch wurde Georg Meistermann als Glasmaler. Weit über 1000 Glasfenster hat er weltweit gestaltet, maßgeblich hat er den Wiederaufbau in Köln mit seiner Glaskunst gestützt. So sind seine farbenträchtigen Arbeiten in den Kirchen St. Columba und St. Gereon sowie in der Eingangshalle des WDR-Funkhauses zu bewundern. Er gilt international als der führende Glasmaler des 20. Jahrhunderts.
Auch ihn Köln-Kalk sind seine Glasmalereien zu bewundern. Hier gestaltete er 1965 die Fenster von St. Marien und der Kalker Kapelle.
Den 100. Geburtstag von Georg Meistermann nimmt die Geschichtswerkstatt Kalk zum Anlass, in einem Vortrag mit einem Film und einer Bilderschau an den Künstler zu erinnern und seine Werke vor Ort erklärend zu würdigen.
Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein, die stattfindet am

Mittwoch, dem 23. November 2011, 19.30 Uhr

in der Kirche St. Marien, Kalker Hauptstraße/Ecke Kapellenstraße, Köln-Kalk.

Wir würden uns freuen, wenn sie diese öffentliche Veranstaltung ankündigen würden.
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Dr. Fritz Bilz, Wiehler Str. 25, 51109 Köln,
Geschichtswerkstatt Köln-Kalk

Okt 122009
 

Die Geschichtswerkstatt Köln-Kalk erinnert an seinem 104. Geburtstag an den Kalker Karnevalisten Karl Küpper. Seine Eltern stammten aus Kalk, er erlebte seine Kindheit und Volksschulbesuch in Kalk und verbrachte dort die meiste Zeit seines Lebens bis zu seinem Tod.
Karl Küpper trat auf vielen Sitzungen und Veranstaltungen ab 1927 als Karnevalsredner auf. In den 1930er Jahren war er der bekannteste Büttenredner von Köln. Er erhielt viele Auszeichnungen, darunter auch den Willi-Ostermann-Preis. Er war weit über Köln hinaus bekannt.

Autor: Fritz Bilz - Hrsg.: Geschichtswerkstatt Köln-Kalk 2010

Verlag : Edition Kalk der Buchhandlung Winfried Ohlert

Karl Küpper wurde bekannt, weil er sich als einer der ganz Wenigen in seinen Büttenreden über die Nazis lustig machte. Sein erhobener rechter Arm – den Hitlergruß nachahmend – war verbunden mit der Frage „Ess et am Rähne?“ oder der Feststellung „Su huh litt bei uns dä Dreck em Keller“.

Wegen seiner Popularität ließen ihn die Nazis lange in Ruhe. Aber im Jahre 1939 war er nach ihrer Sicht zu weit gegangen. Er erhielt lebenslanges Auftrittsverbot nach einem Sondergerichtsverfahren wegen „Verächtlichmachung des Deutschen Grußes“. Von nun an musste er sich täglich in der Kölner Gestapozentrale im EL-DE-Haus in der Elisenstraße melden. Doch Karl Küpper trat weiter auf privaten Karnevalsveranstaltungen auf. Die öffentlichen Karnevalssitzungen und –bälle wurden bei Kriegsbeginn abgesagt.

Nach einer privaten Karnevalsveranstaltung 1941 erhielt er die Warnung, dass seine Verhaftung unmittelbar bevorstehe. Er könne dieser nur entgehen, wenn er sich unverzüglich freiwillig zur Wehrmacht melde. Dies geschah. So konnte er sich retten.

Nach dem Kriege knüpfte Karl Küpper wieder an den Vorkriegserfolgen an. Er gründete schon 1945 seine Kleinkunstbühne zusammen mit den Vier Botze, Trude Herr, Karl Berbuer und anderen und zog er über die Dörfer rund um Köln. Der Eintritt wurde in Naturalien bezahlt.

Nach der Währungsreform ging seine Karnevalstätigkeit weiter. 1960 eröffnete er eine Gaststätte in Kalk. Er trat nun nicht mehr auf. Er starb 1970 in Kalk.

In sechs Zeitabschnitten will die Kalker Geschichtswerkstatt den Lebensweg von Karl Küpper nachzeichnen, dabei werden Reden von Karl Küpper vorgetragen. Es werden Originaltöne von ihm zu hören sein.

Mehrere Zeitzeugen werden über den etwas in Vergessenheit geratenen Künstler berichten, darunter Ludwig Sebus, Jean Jülich und der Sohn Gerhard Küpper.

Gefördert wird die Veranstaltung aus Kulturmitteln des Bürgeramtes Kalk.

Sie findet statt am Montag, dem 2. November 2009, 20 Uhr im Kinosaal des Bürgeramtes Köln-Kalk, Kalker Hauptstraße 247-273 (Gegenüber der Kalker Kapelle).

Dr. Fritz Bilz, Geschichtswerkstatt Köln-Kalk

Mai 252009
 

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Köln-Kalk und Naturfreunden Köln-Kalk stellt der in Kalk geborenen und aufgewachsenen Günter Bell seine Doktorarbeit über Kalk vor:
„Ein Stadtteil, in dem die Arbeiterklasse zu Hause ist?“
In über 20 Einzelinterviews, Gruppendiskussionen und 15 teilnehmenden Beobachtungen hat Günter Bell die Einstellungen vieler Kalker Arbeiter erforscht und ausgewertet.
Dabei hat er auch die Protestaktionen gegen die Entlassungen bei KHD 1987/88, bei Deutz/Fahr 1996 und „Kalk stellt sich quer“ 2004 in seine Untersuchung und anschließende Bewertung einbezogen.
Die Ergebnisse seiner Untersuchung stellt Günter Bell unter der Fragestellung Rückkehr oder Neuentstehen der Arbeiterklasse in einer öffentlichen Veranstaltung vor.
Sie findet statt

am Donnerstag, dem 18. Juni 2009, 19 Uhr
im Naturfreundehaus Köln-Kalk, Kapellenstraße 9 A.

Feb 172009
 

Die Geschichtswerkstatt Köln-Kalk zeigt ihre Fotoausstellung „Geschichte der Industriearbeit in Kalk“ im Altenzentrum St. Marien Kalk, Vereinsstraße 8, vom 12. Januar bis 15. April 2009. Im Rahmen dieser Ausstellung referiert Fritz Bilz von der Kalker Geschichtswerkstatt über einzelne Episoden der 1000-jährigen Kalker Geschichte.
So berichtet er über die erste Erwähnung 1003, die Errichtung der Kalker Kapelle, die Ansiedlung der ersten Fabrik 1850, den Erwerb der Stadtrechte bis zur Eingemeindung 1910. In einem kurzweiligen Vortrag läßt Fritz Bilz Kalker Geschichte lebendig werden, die Geschichte der Arbeitsleute, ihre Sorgen und Nöte, eben die Geschichte der „kleinen Leute“.
Wir laden Sie herzlich zu diesem Vortrag ein, der stattfindet am

Dienstag, dem 3. März 2009, 16 Uhr
im Altenzentrum St. Marien in Kalk, Vereinsstraße 8.