Sep 262003
 

Die Konzepte von Fritz Schumacher und Rudolf Schwarz versus Leitbild Köln 2020

Josef Nipper, Geographisches Institut, Universität zu Köln

Manuskript des Vortrags zur Fotoausstellung der Geschichtswerkstatt Kalk e.V. am 26.9.2003 in Köln-Kalk

(Der Vortrag war begleitet durch „Folien“ einer Power Point-Präsentation.
Auf die entsprechende Folien dieser Präsentation wird im Text durch die Abkürzungen PPP 2, PPP 3, … hingewiesen.)

Der Titel beinhaltet den Begriff „versus“. Es soll also etwas (vergleichend) gegenübergestellt werden. Und der Titel redet von Stadtbaumeistern, die Leitlinien für ein neues Köln geschaffen haben. Genannt werden dabei Fritz Schumacher und Rudolf Schwarz, also Personen aus der Vergangenheit. Hier könnten nun einem z.B. Fragen kommen wie: Gibt es heute keine(n)? Werden Leitbilder heute anders kreiert? Sind Leitbilder vielleicht sowieso anders geworden? Es gibt sicher noch eine Menge anderer Fragen, die einem hier kommen mögen.

Was möchte ich mit meinem Vortrag erreichen?

Vielleicht lässt sich die Antwort auf diese Frage in drei Punkten zusammenfassen:

1. Erstens möchte ich Ihnen die von Fritz Schumacher und von Rudolf Schwarz erstellten Konzepte für Köln – zumindest so wie ich sie verstehe – etwas näher bringen.

2. Zweitens möchte ich das jüngst veröffentlichte Leitbild Köln 2020 diesen beiden „alten“ Leitbildern (in seinen Grundstrukturierungen) gegenüberstellen und damit

3. drittens zumindest in gewissem Maße eine Wertung abgeben.

Leitbilder basieren zu einem Gutteil auf persönlichen Wertstellungen. Vielleicht werden Sie mir daher bei meinen Argumenten und Schlussfolgerungen, die oftmals Interpretationen der Vorstellungen von Schumacher, von Schwarz oder des „Heute“ sind, nicht immer zustimmen. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn durch diese Unterschiedlichkeit werden beide, Sie und ich, dazu angeregt, sich nochmals damit auseinander zu setzen, was allgemein ein Leitbild ist und was es bezwecken soll und wie eine solches für Köln aussehen könnte bzw. sollte.

Erlauben Sie mir dann noch eine weitere Vorbemerkung. Aus dem gerade Gesagten ist auch zu folgern, dass das, was ich hier vortrage, nicht fertig ist in dem Sinne, dass ich genau weiß, wie ein Leitbild und damit auch das zukünftige Leitbild der Stadt Köln auszusehen hat. Die nächsten 50 Minuten sind also eher zu verstehen als ein Herantasten an das, was eine Stadt ist bzw. was Stadt sein soll und wie ich das Leitbild Köln 2020, so wie es vorliegt, sehe.

Und bevor ich nun zu den Konzepten von Schumacher und Schwarz unmittelbar komme, möchte ich noch gerne kurz einige Punkte ansprechen, die mir als Hintergrund zum Verständnis wichtig erscheinen. Dazu gehören einige Gedanken zu der Frage „Was ist Stadt?“, dazu gehört auch, von meiner Seite aus klar zu machen, wie ich denke bzw. wie ich über etwas denke.

Damit hat mein Vortrag eine Art Fünfteilung:

1. Hintergrund

2. Das Konzept von Schumacher

3. Das Konzept von Schwarz

4. Leitbild Köln 2020

5. Kurzes Resümee

Ich möchte dabei so vorgehen, dass ich immer Fragen stelle, um diese dann zu beantworten.

Was ist ein Leitbild?

Ich denke darauf kann es sehr unterschiedliche Antworten geben. Für mich wäre eine erste Antwort: Ein Leitbild enthält die Vorstellung, wie Stadt in Zukunft gestaltet und somit sein soll, d.h. es enthält Antwort auf zwei Fragen (PPP 2):

a) Wie soll die Stadt in Zukunft aussehen und strukturiert sein?

b) Wie komme ich dahin von der Gegenwart in die Zukunft?

Das Leitbild ist also so etwas wie ein Ideal mit realem Ausgangspunkt und realisierbarer Zukunft.

Was macht eine Stadt aus? Was sind Grundelemente beim Bild der Stadt in Mitteleuropa?

Ich gehe zurück in die Vergangenheit und zwar weit zurück in die Antike. Warum? Ich bin der Meinung, dass unsere Vorstellungen über die Stadt seit mehr als 2000 Jahren entscheidend geprägt sind durch eine zentrale aus der Antike stammende Idee von Stadt und Urbanität. Am besten wird diese Idee vielleicht von Aristoteles beschrieben, wenn er formuliert (PPP 3):

„Das, was den Menschen über den Zustand des Barbarentums erhebt, in dem er bloß ein wirtschaftliches Wesen ist, das, was ihn befähigt, alle seine höheren Fähigkeiten, die im Barbarentum nur schlummern, zu entwickeln, nämlich gut und richtig zu leben statt nur zu leben, das war seine Teilhabe und Mitgliedschaft an einer Stadt.

Des Menschen körperliches und animalisches Dasein mag durch das Land befriedigt sein, seine geistigen Bedürfnisse können nur durch die Stadt erfüllt werden.“

Aristoteles (384 – 322 v. Chr.)

Stadt ist demnach Ort der geistigen Tätigkeiten und Anregungen – also von Kultur, Bildung, Wissenschaft, von politisch-gesellschaftlicher Tätigkeit. Stadt ist Ort und Institution, die das gibt bzw. bereit hält, was den Menschen zum Menschen macht, und das ist mehr als nur die wirtschaftliche Ebene. Teilhabe und Mitgliedschaft an einer Stadt, der griechischen polis, der römische civitas führen unmittelbar zu Begriffen wie Zivilgesellschaft, Gemeinwesen oder auch Bürger. Diese haben für unsere Gesellschaft großen Wert, so sagt man. Und wenn das so ist, dann – folgt man Aristoteles – ist Stadt ein Garant für die Ausbildung und Sicherung dieser Werte.

Nun mag man einwenden, die Aussage von Aristoteles geht von einem starken Stadt-Land-Gegensatz aus, der der heutigen Realität nicht mehr entspricht. In der Tat mag das in unserer Gesellschaft stark nivelliert sein, aber die zentrale Aussage darüber, was mit Stadt und urban verbunden ist, bleibt.

Ich meine diese Aristoteles-Vorstellung ist seit der griechischen Zeit, also seit 2000 Jahren, die zentrale Idee der Stadt in Europa. Zwei Belege möchte ich kurz anführen:

1. Nicht umsonst machte im Mittelalter „Stadtluft frei“.

2. Bogdan Bogdanovic, der serbische Architekt und Städtebauer sowie ehemalige Bürgermeister von Belgrad und so von seinem Beruf und seiner politischen Tätigkeit her aufs Engste mit dem Phänomen Stadt vertraut, schreibt in seinem Buch „Der Tod und die Stadt“, in dem es um Stadt und Stadtzerstörung vor dem Hintergrund des jugoslawischen Bürgerkrieges geht (PPP 4):
„Das Entsetzen des westlichen Menschen ist begreiflich. Schon seit Hunderten von Jahren trennt er die Begriffe „Stadt“ und Zivilisation“ nicht einmal mehr etymologisch. Die sinnlose Zerstörung der Städte kann er nicht anders begreifen als einen manifesten, gewalttätigen Widerstand gegen die höchsten Werte der Zivilisation. …
Die Angreifer erinnern an einen Wahnsinnigen, der einer schönen Frau Salzsäure ins Gesicht schüttet und ihr dabei ein neues, schöneres Gesicht verspricht!“
(Bogdanovic 1993, S. 33/34)

Was ist meine Schlussfolgerung daraus?

Stadt hat zuförderst für Menschen in der Weise Lebensraum zu sein, dass genau die Forderungen von Aristoteles erfüllt werden können. Das bedeutet insbesondere, dass Stadt sich auszeichnet durch nicht-ökonomische Merkmale. Das heißt nicht, dass die ökonomischen Aspekte nicht wichtig sind, aber sie haben nicht die oberste Priorität.

Und diese Vorstellung von Stadt – als eine Stadt für Menschen – ist im Grundsatz diametral entgegengesetzt zu der Vorstellung von Stadt, die durch folgende Aussage festgelegt ist: (PPP 5):

„Ich sehe große Städte als verderblich für die Moral, die Gesundheit und die Freiheit des Menschen. Sicher, sie bieten einige der eleganten Künste an, aber die nützlichen können anderswo viel besser gedeihen. Und weniger Vollkommenheit in den anderen, und dafür mehr Gesundheit, Rechtschaffenheit und Freiheit, das wäre meine Wahl.“

Thomas Jefferson (1743 – 1826)

Diese Aussage stammt von Thomas Jefferson, einem der Gründerväter der USA und wohl ihr wichtigster Vordenker und ideologischer Gestalter. Warum trotzdem große Städte in den USA? Ja, man kann wohl sagen, dass diese Städte ein Charakteristikum des Landes sind. Lutz Holzner, ein deutschstämmiger Stadtgeograph, der seit den 1950er Jahren in den USA lebt und arbeitet, geht in seinem Buch „Stadtland USA“ (Holzner, 1996) intensiv auf diesen vermeintlichen Widerspruch ein und kommt zu dem Ergebnis, dass diese ideologische Grundlage, ausgesprochen durch einen der Gründerväter der USA, eine der Triebkräfte ist, warum Städte in den USA so sind, wie sie sind (vgl. PPP 6). Und dass sie nicht völlig abgeschafft sind (als konsequente Folgerung aus Jeffersons Feststellung), liegt daran, dass moderne Wirtschaftssysteme Städte als Knoten gebrauchen, d.h. Städte in den USA sind insbesondere – fast ausschließlich ist etwas zu stark formuliert – als wirtschaftliche Motoren definiert und genutzt – und nicht als das, was Aristoteles sich vorstellt.

Warum Beschäftigung mit Altem?

Das Konzept von Fritz Schumacher ist aus den 1920er Jahren, dasjenige von Rudolf Schwarz ist aus den 1950er Jahren. D.h. die Konzepte sind 80 bzw. 50 Jahre alt und sie sind für die damalige Zeit entwickelt worden.

Warum sich heute damit – also mit Altem – beschäftigen, wenn es um Leitlinien für die aktuelle Zukunft gehen soll?

Nun, …. Ideen, Konzepte, Leitbilder, also Nachdenken und Denken über Zukunft basieren sehr viel auf Kritik an Historischem und Orientierung an Historischem. Und wenn das so ist, dann – so meine ich – ist es gleichzeitig wichtig zu verstehen, warum man früher Dinge gerade so gemacht hat, wie man sie gemacht hat.

Die Antwort auf die Frage lässt sich dann auch kurz so fassen:

Beschäftigung mit Altem, um

1. sich klar zu werden über die gedanklichen und strukturellen Wurzeln, und

2. um von früher zu lernen und gute Ideen zu übernehmen.

Warum gerade die Konzepte von Schumacher und Schwarz?

Ich sehe vier Punkte, die dafür sprechen, sich mit den beiden Konzepten zu beschäftigen (PPP 7):

1. Beide, Schumacher und Schwarz, haben bemerkenswerte Konzepte für Köln im vergangenen Jahrhundert geliefert.

2. Es sind die beiden grundlegenden Konzepte der letzten 100 Jahre für Köln.

3. Beide Konzepte sind in Umbruchphasen entstanden, in denen entscheidende Weichenstellungen für die Entwicklung erfolgen mussten.

4. Eine Reihe von Grundvoraussetzungen in diesen Umbruchphasen sind recht ähnlich zu der heutigen Situation.

Die ersten beiden Punkte werden in meinen Ausführungen – so hoffe ich – noch deutlich werden, die letzten beiden möchte ich kurz skizzieren, wobei Sie selber vielleicht im Geiste den Vergleich zu heute ziehen sollten (PPP 8 – PPP 11):

Zentrale Ausgangspunkte für die Leitbildentwicklung in den 1920er und den 1950er Jahre im Vergleich zu heute

  Schumacher-Ära Schwarz-Ära heute
zentrale Ausgangspunkte Ende des 1. Weltkrieges Ende des 2. Weltkrieges Ende einer gesellschaftlich-ökonomischen Periode
  Ende der Befestigung alte Stadt ist stark zerstört Deindustrialisierung
wirtschaftliche Situation wirtschaftliche Lage nach dem 1. Weltkrieg ist wenig positiv wirtschaftliche Lage nach dem 2. Weltkrieg ist katastrophal wirtschaftliche Lage ist nicht optimal
  extrem hohe Arbeitslosigkeit extrem hohe Arbeitslosigkeit hohe Arbeitslosigkeit
sozio-demographische Situation starkes Bevölkerungswachstum starker Rückfluss der ausgebombten Bevölkerung und Wachstum der Städte Stagnation des Bevölkerungswachstums mit Wandel in der Schichtung (Einkommensschichten, Lebensstile, Haushaltsgrößen)
  großer Wohnungsmangel für Unterschicht und untere Mittelschicht großer Wohnungsmangel für Unterschicht und untere Mittelschicht Wohnungsmangel für geringer Verdienende
räumliche Situation alte Stadt wird stark erweitert, es gibt viel freie Fläche große Flächenareale sind leer große Flächenareale sind aufgelassen
  Stadt erhält dadurch komplette Neuorientierung
„… in Wahrheit bedeutet dieses Aufhören der Festungseigenschaft nicht mehr und nicht weniger als eine Umgestaltung der inneren Blickrichtung für die gesamte Stadt“ (Schumacher 1923, S. 81)
Moderne Entwicklungen erfordern eine angepasste Neuorientierung beim Wiederaufbau gesellschaftlich-ökonomischer Wandel erfordert neue Strukturen

Was sind die Bestandteile eines Leitbildes?

Ich sehe vor allem drei Bereiche als Bestandteile eines Leitbildes:

1. Inhalt des Überbaus: Wie soll die Stadt aussehen? Welchem Ziel soll die Stadt dienen?

2. Konkrete Einzelinhalte: Was sind die Elemente, die zum Aufbau dieser Stadt genutzt werden? Wie haben sie auszusehen?

3. Machbarkeit: Wie kommt man dahin? Wie lassen sich die Ideen realisieren? (Test auf Realisierbarkeit)

Neben diesen eher inhaltlichen Bestandteilen möchte ich noch auf eine andere wichtige Determinante für ein gutes Leitbild hinweisen: die Verständlichkeit des Konzeptes. Das Leitbild muss klar und konkret genug sein, so dass der normale Stadtbürger das Konzept versteht und damit mitreden bzw. (sinnvoll) mitmachen kann. Wir reden hier also sowohl über Fragen der Inhalts als auch der Didaktik.

So viel zum Hintergrund, nun zu den Konzepten. Meiner Analyse und Darstellung liegen vor allem drei Veröffentlichungen zugrunde (PPP 13):

– Schumacher: Köln – Entwicklungsfragen einer Groszstadt

– Schwarz: Das neue Köln – ein Vorentwurf

– Entwurf des Leitbild Köln 2020 vom 18. Juni 2003

Entsprechend den vorhin genannten Bestandteilen werden dabei an die Konzepte jeweils drei Basisfragen gestellt:

1. Welche grundlegenden Ziele werden mit dem Leitbild verfolgt?

2. Was sind wichtige Einzelelemente und Probleme? Dabei werde ich nur einige ansprechen.

3. Wie wird es gemacht?

Wer ist Fritz Schumacher?

Fritz Schumacher war einer der einflussreichsten Architekten und Städtebauer der damaligen Zeit (PPP 14). Es war Baudirektor in Hamburg, als er für 3 Jahre von 1920-1923 von Adenauer nach Köln geholt wurde. Er ist also Externer, ein Imi sozusagen. Schumacher selber gesteht einmal, dass er eigentlich gar nicht nach Köln wollte, sondern von Adenauer überredet wurde. Wie auch immer: beide haben offensichtlich ausgesprochen gut zusammengearbeitet. Die Chemie hat gestimmt, wie man so schön sagt. So ist das grundlegende Buch „Köln. Lebensfragen einer Grozsstadt“ auch dem Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer gewidmet.

Nach seiner Kölner Zeit geht Schumacher wieder nach Hamburg auf seine alte Stelle zurück, bis er von den Nationalsozialisten suspendiert wurde.

Was verbindet man mit dem Konzept?

Sicher verbindet man damit die Grüngürtel oder noch besser das Grünsystem. Dieses System war in seiner Konzeption zur damaligen Zeit (und wohl auch noch heute) beispielhaft.

Was ist das Besondere an dem Konzept?

Meine persönliche Gesamtbeurteilung des Buches deckt sich sehr mit derjenigen von Rudolf Schwarz, der dazu in seinem Buch sagt:

„Sein Bericht „Köln, Entwicklungsfragen einer Großstadt“ ist eine ausgezeichnete Arbeit.“ (Schumacher 1923, S. 6)

Welche grundlegenden Ziele werden mit dem Leitbild verfolgt?

Ausgangspunkt Schumachers ist eine differenzierte Kritik an der Großstadt mit dem Ergebnis:

„Die Seelenlosigkeit der Gesamtanlage und die Kulturlosigkeit der Einzelzelle, das sind die beiden Punkte, an denen das Riesenunternehmen des neunzehnten Jahrhunderts, das die Großstadt darstellt, schließlich vor unserem heutigen Urteil scheitert.“ (Schumacher 1923, S. 16)

Seine Schlussfolgerung daraus mündet aber nicht in Großstadtskepsis, wie sie bei Jefferson z.B. auszumachen ist, oder sogar in Großstadtfeindschaft, wie es insbesondere bei vielen Zeitgenossen Schumachers der Fall ist. In Deutschland mündet das letztlich in die Großstadtfeindschaft der Nationalsozialisten. Sein Ziel ist die – wie er es nennt – „Umentwicklung“ der Großstadt. Nach Schumacher hat die Großstadt die Sorge für das Individuum nicht zu tragen verstanden und er fährt fort:

„Die Sorge für das Individuum ist gleichbedeutend mit dem, was man Wohnungsfrage nennt. Die Wohnungsfrage ist bisher das gewaltige ungelöste Problem der Großstadt“. (Schumacher 1923, S. 16)

Das generelle Ziel des Leitbildes und damit des Bildes der Stadt ist also ausgesprochen stark sozial definiert. Das zeigt sich schon beim Umfang der einzelnen Themen, wenn Wohn- und Siedlungsfragen einen vergleichsweise breiteren Raum einnehmen als andere Themen.

Es zeigt sich noch mehr in den zentralen Aussagen und Argumenten Schumachers, wie z.B. bei den einführenden Überlegungen in die Problematik der Großstadt oder auch bei der Einführung in den Abschnitt „Wohn- und Siedlungsfragen“. Schumacher formuliert dort (PPP 15):

„Wenn man die Massenansammlung von Menschen auf engem Gebiet erträglich machen will, muß man zunächst für die hygienischen Grundbedingungen gesunder Luftverhältnisse (Grünanlagen und Freiflächen), dann für die Möglichkeiten einer bequemen Bewegung (Verkehrsanlagen), dann für die Möglichkeiten ersprießlicher Arbeitsbedingungen (Gewerbeanlagen) sorgen und erst nach Erledigung dieser Vorbedingungen kann man zur eigentlichen Kernfrage vordringen, die schließlich ein Endziel aller Ueberlegungen ist, zur Frage der Wohnanlagen der Massen.“ (Schumacher 1923, S. 185)

Ich denke, diese Aussage belegt treffend sein Anliegen: Schaffung eines Leitbildes für die Gesamtentwicklung einer Großstadt; eines Leitbildes, in dem die Lebensumwelt der Menschen im Mittelpunkt steht.

Was sind wichtige Einzelelemente und Probleme?

Schumacher zählt eine Reihe von Einzelelementen auf wie z.B. Frei- und Grünflächen, die Doppelstadt im Norden, das Verkehrssystem (Nord-Süd-Fahrt, die Bahnhofsproblematik), das Verhältnis Stadt und Region. Ich möchte hier nur auf zwei etwas näher eingehen, um vor allem deutlich zu machen, wie Schumacher an die Sache herangeht.

– Wohnen:
Schumacher stellt zunächst fest (PPP 16)
„ … daß vor dem Kriege fast 88% der Bevölkerung Kölns nur über ein Einkommen bis zu 3000 Mk. verfügte, also Anwärter auf das war, was wir „Kleinwohnung“, d.h. eine Wohnung von höchstens 3 Zimmern mit Küche, zu nennen pflegen.“ (Schumacher 1923, S. 64)
Ausgehend von diesem Resultat werden dann mit großer Sorgfalt sehr differenzierte Überlegungen zu möglichen Wohnungs- und Siedlungstypen angestellt und auch graphisch verdeutlicht. Auf der Graphik ist der Vorschlag eines Mehrfamilienhauses mit innenliegenden Mietergärten zu sehen. Gleichzeitig sieht er in dem genossenschaftlichen Wohnungsbau einen wesentlichen, wenn nicht den entscheidenden Lösungsansatz.

– Plätze als zentrale Elemente von Urbanität/Umgang mit kulturellem Erbe:
Als Beispiel sei hier die Domumgebung angeführt. Gleichzeitig gibt uns dieses Beispiel Einblicke in die Art, wie Schumacher mit kulturellem Erbe umgeht (PPP 17). Auch sollte man wissen, dass der Dom zu der Zeit praktisch von allen Seiten von Verkehr umflossen war, eine Verkehrsinsel sozusagen. Er stellt fest:
„Die Gestaltung der jetzigen Umgebung des Kölner Domes ist eine Tat von außerordentlichem Idealismus.
Wer auf alten Plänen betrachtet, was alles sich noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Baulichkeiten um den Dom scharte, der muß die Tatkraft und Entschlossenheit bewundern, mit der … alle am Fuße des Domes … gelegenen Gebäude niedergelegt und der Domumgang an der Süd-, Nord- und Westseite geschaffen wurde.“ … (Schumacher 1923, S. 229)
Und er fährt dann fort:
„Die Art, wie die Stadt weder Opfer an Geld noch Opfer durch Preisgabe alter Wesensteile scheute, um das heilige Werk aus der Enge des eingeschnürten Alltags loszulösen, muß jedem Eindruck machen, aber erfreuen wird das Ergebnis ihn darum noch nicht. …
Und da ist noch etwas anderes als jener malerische Reiz, was das alte Bild uns zeigt. Der Dom wirkt ungeheuer groß in solcher Umgebung. Man sieht, daß die Masse eines gewaltigen Bauwerks erst ihre volle Wirkungskraft entfaltet, wenn der unmittelbare Vergleich mit bescheidenen Bauten unseres täglichen Ausmaßes seinen Maßstab enthüllt. ….“ (Schumacher 1923, S. 230)
Und aus dieser eher architektonisch-städtebaulichen Sicht folgert er dann (PPP 18):
„Kann man auch die malerische Wirkung jenes alten Zustandes nicht anstreben wollen, so ist es doch nicht ausgeschlossen, nach einer Lösung zu suchen, die an Stelle der jetzigen wesenlosen Leere diese Wirkung der Maßstabs-Enthüllung wieder hervorbringt.“ (Schumacher 1923, S. 231)

Wie wird es gemacht?

Es sind vor allem zwei methodische Leitlinien herauszuheben (PPP 19):

1. eine gründliche, kritische Analyse auf der Basis der Grundidee
Schumacher selber sagt dazu: „Ehe aber auf diese Ziele der Stadtentwicklung näher eingegangen wird, ist es nötig, die Vorbedingungen klar zu legen, von denen sie ausgehen. Man muß in den Gestaltungslinien für die Zukunft einer Großstadt nichts anderes sehen, als die organische Weiterentwicklung oder Umentwicklung vorhandener Keime.“ (Schumacher 1923, S. 33)
Ausgehend von dieser Aussage erfolgt eine Stadtanalyse, die nach meiner Meinung beispielhaft ist und zwar zu einer Zeit, in der so etwas kaum zu erwarten war. Eine solche Stadtanalyse war zu der Zeit nämlich ziemlich neu und ungewöhnlich, heute würde man so etwas wohl als Stärke-Schwächen-Analyse bezeichnen. Und was Schumacher macht, ist beste Stadtanalyse, die auch durchaus heute Bestand hätte. Als Geograph, der sich mit Stadt beschäftigt, bin ich jedenfalls ganz begeistert.
Mein Eindruck ist, Schumacher hat Stadt und hier die Stadt Köln wirklich erfasst, begriffen, verstanden.

2. konkrete Teilvorschläge an Beispielen um
a) dem Leser deutlich zu machen, was es bedeutet und wie es aussieht (didaktische Ebene)
b) Test, ob es in der Realität funktioniert
Das Beispiel der Gestaltung des Heumarktes mag das kurz illustrieren (PPP 20): Hierbei geht es nicht um das Problem der Pflasterung, sondern um die Gesamtgestaltung und Verkehrsführung, und zwar auf beiden Seiten der Deutzer Brücke. Für Schumacher war die Situation ein ganz zentrales Problem der Innenstadt und eigentlich hat sich daran ja wohl bis heute wenig geändert. Wie ernsthaft Schumacher sich mit dieser Problematik herumgeschlagen hat, belegt eine Aussage von Rudolf Schwarz:
„Nur wenige wissen, wie sehr sich Schumacher mit dieser beinahe unlösbaren Aufgabe gequält hat“. (Schwarz 1950, S. 60)
Schumacher möchte hier auf der linksrheinischen Seite den Brückenkopf durch einen Gebäudekomplex einfassen, der stufenförmig vom Rhein ausgehend an Höhe (bis zu 12 Stockwerke) gewinnt. Er führt umfangreiche Berechnungen und Überlegungen zu den Kosten, der Flächennutzung und der architektonischen Gestaltung durch. Dabei spielt dann auch die Integration des Komplexes in das Weichbild der Stadt (PPP 21) mit den zentralen Gebäuden des Doms und von Groß St. Martin eine große Rolle und er versucht, durch Ansichtsskizzen die (Aus-) Wirkung des neuen Komplexes für die Stadtsilhouette deutlich zu machen.

Wer ist Rudolf Schwarz?

Schwarz ist Architekt und Städtebauer und wie Schumacher ein Externer, der erst nach dem 2. Weltkrieg beginnt in Köln zu arbeiten (PPP 22). Während des Krieges war er in der Westmark als Regionalplaner tätig sowie für den Wiederaufbau von Ludwigshafen und Frankenthal zuständig. Auch er war nur recht kurz für 4 Jahre von 1947-1951 als Generalplaner der Wiederaufbau-GmbH für die Stadt Köln tätig und für die Wiederaufbauplanung zuständig.

Im Vergleich zu Schumacher sind seine Texte – ich möchte es einmal so formulieren – blumiger. Wenn ich ihn charakterisieren sollte, so ist er weniger kühler Städtebauer, mehr Künstler und als solcher emotionaler und impulsiv.

Und diese mehr impulsive, z.T. autokratische Art von Schwarz zusammen mit der unglücklichen Konstellation der Wiederaufbau-GmbH (eine formal private Gesellschaft basierend auf einer von den Nationalsozialisten schon geschaffenen Organisation) hat wohl auch dazu geführt, dass es um die Chemie zwischen Stadt und Schwarz bei weitem nicht so gut bestellt war, wie es bei Schumacher und Adenauer der Fall war.

Was verbindet man mit dem Konzept?

Viele verbinden wahrscheinlich relativ wenig mit dem Konzept. Und wenn, dann ist es meist in irgendeiner Art die Nord-Süd-Fahrt und Chorweiler – und das wiederum nicht gerade in einer positiven Konnotation. Einige verbinden mit dem Namen Schwarz sicher den Gürzenich (PPP 23). Und damit ist hoffentlich nicht allein der Wiederaufbau des mittelalterlichen Teils gemeint, sondern die Gesamtgestaltung von mittelalterlichem Gürzenich, der Ruine von St. Alban und dem modernen Zwischenstück. Zusammen mit Karl Band hat Schwarz hier ein – meiner Meinung nach – städtebauliches und architektonisches Kleinod geschaffen. Für mich das gelungenste Beispiel von Wiederaufbau in Köln, weil es

a) eine Symbiose darstellt von Wiederaufbau, Neubau und zerstörter Ruine,

b) den Gegensatz „Leben in Gegenwart – Erinnerung an Vergangenheit“ verkörpert mit dem Gürzenich als Stätte des Festes und der Freude und St. Alban als Mahnmal für Zerstörung und Tod; beides verknüpft durch den als Wandel- und Pausenhalle konzipierten modernen Neubau des Zwischentraktes.

Was ist das besondere an dem Konzept?

Welche grundlegende Ziele werden mit dem Leitbild verfolgt?

Das generelle Ziel des Leitbildes und damit des Bildes der Stadt lässt sich mit den Begriffen „soziales Gebilde“, „Stadt als etwas Hehres“ umreißen (PPP 24). In dem Buch kommt die soziale Komponente vielleicht nicht ganz so stark zum Ausdruck, wie das bei Schumacher der Fall war. Sie liegt dem Konzept von Schwarz jedoch schon stark zugrunde, wie etwa die Grundsatzerklärung zum Wiederaufbau Kölns im April 1947 belegt und die auch die enge Verwandtschaft zur Sicht Schumachers zeigt. In dieser Grundsatzerklärung wendet er sich gegen allzu technizistische Planungsansätze, die beabsichtigen, die Städte zu vollendeten Maschinen zu machen.

Was sind wichtige Einzelelemente und Probleme?

Auch Schwarz beschäftigt sich mit einer Reihe von Einzelelementen, die oftmals denen von Schumacher gleichen wie z.B. die Doppelstadt im Norden, das Verkehrssystem (Nord-Süd-Fahrt, die Bahnhofsproblematik), das Verhältnis Stadt und Region. Ähnlich wie bei Schumacher möchte ich hier auf zwei Einzelelemente kurz eingehen, um das Denken und Vorgehen von Schwarz klarer zu machen.

– Wohnen:
Zwei Elemente sind für ihn ganz wichtig (PPP 25). Das eine ist das Konzept der Nachbarschaft, wobei die Durchfahrtsstraßen als Begrenzung der Wohnviertel dienen sollen.
„Der schnelle Verkehr umrandet den Ort und verzweigt sich vom Rand her ins Innere, wobei er theoretisch in der Mitte auf Null sinkt.“ (Schwarz 1950, S. 29)
Gleich wichtig ist für Schwarz als zweites Element das Prinzip der Nähe:
„Eine große Umsiedlung des Volkes ist einzuleiten mit dem allgemeinen Wunschziel, daß die Menschen in der Nähe ihrer Arbeitsstelle auch wohnen.“ (Schwarz 1950, S. 25). Das ist die Stadt der kurzen Wege, eine der zentralen Forderungen der modernen, nachhaltigen Stadt.

– Stadtzentrum:
Ich hatte vorhin den Entwurf charakterisiert mit dem Begriff „Stadt als etwas Hehres“. Schwarz verwendet die Begriffe „Hochstadt“ oder „Stätte des Hohen“. Er steht damit nach meiner Meinung in ganz engem Zusammenhang zu der Idee der „Stadtkrone“ von Bruno Taut aus den 1920er Jahren. Ich möchte hier Schwarz allein zu Worte kommen lassen, weil ich glaube, dass seine Formulierungen wohl am besten geeignet sind, den Inhalt dieses Konzeptes zu erfassen (PPP 26):
„Die Hochstadt ist das Stadtgebiet, das die eigentlich hohen, für eine ganze Landschaft einmaligen Werke enthält und leistet. Dem Entwurf der „Hochstadt“ liegen mehrere Gedanken zu Grunde. Der erste ist der der Metropole, der mütterlichen Stadt, die alle städtebauenden Inhalte versammelt …
Ein zweiter Grundgedanke ist, daß es solch großer Inhalte nur vier gibt, deren jeder seinen Bereich braucht. Ein dritter, daß ihr eigentlicher Hochsitz die Altstadt sein soll. Hier denken wir uns dicht beieinander, geistig ins Hohe getürmt, die Sitze des Hohen.“ (Schwarz 1950, S. 44)
Die vier großen Inhalte sind:
– der Gedanke der Anbetung,
– die politische Hoheit,
– die Bildung,
– die Wirtschaft.

Wie wird es gemacht?

Das Heft trägt ganz bewusst den Untertitel „ein Vorentwurf“. Die Konsequenz ist, dass die vorhin bei Schumacher ausgeprägten Eigenschaften vielleicht etwas weniger zum Vorschein treten, aber sehr wohl vorhanden sind. Ich darf sie vielleicht nochmals zur Erinnerung kurz nennen:

– eine gründliche, kritische Analyse auf der Basis der Grundidee
Im Text kommt die eigentliche Analyse nicht ganz so ausgeprägt vor, es sei denn durch sehr pointierte Formulierungen der Untersuchungsergebnisse. Ein Beispiel, die Domumgebung (PPP 27):
“Die Kathedrale stand früher auf ihrem Hügel, das Stadtgelände hügelte sich zu ihr hinauf. Dann hat man im 19. Jh. ihr die Erde unter den Füßen weggezogen. Man hat den Hügel sauber abgestochen und aus dem Rest eine Terrasse mit einer Mauer darum gemacht. Jetzt wuchs der Wald der Pfeiler und Fialen nicht mehr aus der Erde. Das ganze Bauwerk war auf einen Sockel gestellt, die Erde zog sich nicht mehr durch die Portale ins Innere hinein, man betrat das Schiff über hohe prunkvolle Freitreppen. Zu allem Unglück hat man dann noch aus dem Dom eine Verkehrsinsel gemacht … Was alles durch die falsche Stellung des Bahnhofs verdorben ist, braucht nicht im einzelnen beschrieben werden. Das Nordportal hängt sinnlos zwischen Himmel und Erde.“ (Schwarz 1950, S. 45)

– konkrete Teilvorschläge an Beispielen um

a) dem Leser deutlich zu machen, was es bedeutet und wie es aussieht (didaktische Ebene)

b) Test, ob es in der Realität funktioniert

Wie ist die Situation heute?

Vieles von dem, worüber wir gesprochen haben – Skeptiker sagen wohl eher fast alles – ist nicht verwirklicht worden? Das ist schon eine Klage, die Schwarz 1950 anbringt, wenn er die Zeit seit Schumacher beurteilt:

„Fehlplanungen. Die wirkliche Entwicklung der Stadt entsprach nicht den richtigen Erkenntnissen Schumachers.“ (Schwarz 1950, S. 9)

Da stellt sich natürlich die Frage: Brauchen wir überhaupt ein Leitbild?

Wenn ich mir die Leitbild-Entwicklung seit Ende des 2. Weltkrieges anschaue, dann stellt sie sich folgendermaßen dar: Städtebauliche Leitbilder bis hin zu Generalentwicklungsplänen waren lange Zeit bis in die 1970er Jahre hinein zentrale Elemente städtebaulichen Tuns. Dann nahm die Enttäuschung darüber, dass es nicht klappte, dass diese Pläne zu starr sind, dass Entwicklung schneller vor sich geht, als die Pläne fertig sind, dass die Pläne zu autokratisch sind, extrem zu. Das Leitbild wurde zu einem Leidbild, jetzt geschrieben mit „d“. Die Konsequenz war eine Partialisierung, die sich ausdrückt in z.B. Stadtteilentwicklungsplänen oder in noch extremerer Form dazu führt, sich mit Entwicklungskonzepten besser nicht mehr zu beschäftigen.

An der gerade angeführten Kritik ist vieles sehr wohl richtig, aber ich denke die letzen Jahrzehnte haben auch gezeigt, dass eine Einbettung partieller Konzepte in den Organismus „Stadt“ gewährleistet sein muss, und das heißt: ein umfassendes Konzept ist sehr wohl notwendig.

Und ich meine, es sprechen noch zwei andere Argumente für ein solches Konzept:

1. Heutzutage stellt man eine starke Individualisierung und eine Hinwendung zu einer wirtschaftorientierten, kapitalistischen Sichtweise fest. Damit meine ich u.a., dass Stadt als Wirtschaftsbetrieb gesehen wird. Man muss diese Tendenz nicht begrüßen; wenn sie aber da ist, dann wäre es sicher sehr notwendig, dass dieses Unternehmen Stadt wie jedes andere Unternehmen auch ein Konzept hat, indem steht, wohin es will. Also ist ein Leitbild wichtig.

2. Das zweite Argument hat etwas mit dem immer wieder erwähnten Konzept der public-private partnership zu tun. Dahinter steht ein etwas anderes Bild der Stadt. Zumindest ist Stadt hier nicht einzig und allein ein Wirtschaftsunternehmen und ich verstehe public-private-partnership als sehr umfassend. Wenn Stadt also ein Gemeinwesen (also public) ist und public-private partnership soll tatsächlich Partnerschaft sein, dann wird jetzt ein Leitbild umso wichtiger, damit die öffentliche Seite wirklich als Partner mit einer Vorstellung über sich als Ganzes auftreten und ernst genommen werden kann von private und das ist Wirtschaft, aber auch der einzelnen Bürger.

Und ausgehend hiervon ist es sicher ein richtiger Schritt, ein Leitbild für Köln für heute und für die Zukunft zu entwickeln.

Was ist das Leitbild Köln 2020?

Der Entwurf hierzu ist im Sommer diesen Jahres fertiggestellt worden und will – so die Präambel – (PPP 28) „in Köln ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wohin die Reise in den nächsten Jahren geht …“ (Stadt Köln 2003a, S. 2). Im folgenden werde ich mich insbesondere auf die Version vom 18. Juni 2003 beziehen. Seit einigen Tagen ist eine überarbeitete Version mit Datum vom 8.September 2003 im Netz. Auf diese werde ich am Ende des Vortrages noch kurz zu sprechen kommen.

Was ist das Besondere an dem Konzept?

Wie ist der Entwurf aufgebaut?

Der Entwurf beinhaltet neben der Präambel vier weitere Kapitel, nämlich

1. Traditionelle Stärken und neue Kompetenzen: Kölns Fundament für die Zukunft

2. Köln auf dem Weg ins Jahr 2020: Fünf Themenfelder der Zukunft

3. Das Handeln leiten: Leitlinien für die Zukunft

4. Gelebtes Leitbild: Standortbestimmung, Zielvereinbarung und Ergebnisse

Welche grundlegenden Ziele werden mit dem Leitbild verfolgt?

Ich wiederhole nochmals die schon gerade zitiere Zielsetzung, nämlich „in Köln ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wohin die Reise in den nächsten Jahren geht…“. Der Satz aber geht noch weiter „… und wie ein markantes, unverwechselbares Profil der Stadtmarke Köln geformt werden soll“. Und ein paar Zeilen weiter heißt es dann: „Das Leitbild ist die zu Papier gebrachte Vision über Köln zu Beginn der übernächsten Dekade. Es beschreibt, wie Köln sich im Städtewettbewerb mit Metropolen in der gesamten Welt positioniert“. Und dementsprechend sind Begriffe wie „Marke“ und „Internationalität“ zentrale Begriffe des Leitbildentwurfes zusammen mit einigen anderen: allesamt schön lautende, allgemeine, unverbindliche Schlagwörter. Ich habe mir einmal den Text hinsichtlich solcher Begriffe angeschaut und komme zu folgender Tabelle (PPP 29). Und beim Lesen des Entwurfes beschleicht einem das Gefühl, man redet über das Bekannt Machen und Verkaufen der Marke „Köln“, ohne dass geklärt ist, was die Marke wirklich beinhaltet.

Was sind wichtige Einzelelemente und Probleme?

Theoretisch könnten die fünf Themenfelder der Zukunft, die im Entwurf angesprochen werden, etwas hergeben: Wissenschaft und Bildung, Wirtschaft, Kultur, Stadtgestaltung, intakte Stadtgesellschaft (PPP 30). Ich glaube schon, dass diese Felder wirklich zentral für die Zukunftsgestaltung sind, aber … sie sind im Entwurf so allgemein gehalten und mit Schlagworten belegt, dass sie wenig Konkretes ergeben. So sind konkrete Antworten auf z.B. die Stichworte, die in der Folie aufgeführt sind, im Entwurf nicht „angedacht“.

Dabei gibt es – so meine ich – innerhalb der oben angesprochen Felder sehr wohl sehr konkrete und sehr zentrale Themen bzw. Probleme in Köln. Ich möchte hier nur zwei Bereiche, die mit den Feldern Wirtschaft, Stadtgestaltung und intakte Stadtgesellschaft zu tun haben, kurz anreißen (PPP 31):

1. den Bereich Wohnen

2. den Bereich Zentren

Bereich Wohnen

Schon in den 1980er Jahren hat Kurt Biedenkopf vor der Entwicklung zur 2/3-Gesellschaft gewarnt. Damit meinte er, die Tendenz hin zu einer Zweiteilung der Gesellschaft in etwa 1/3 mit geringem und sehr geringem Einkommen und 2/3 mit wenigstens ausreichendem Einkommen. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass er leider nicht recht behalten wird. Wahrscheinlich kann man den Begriff der 2/3-Gesellschaft durchaus beibehalten, aber die Verhältnisse zwischen arm und reich werden wohl eher umgekehrt sein. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass im Rahmen der ökonomisch-gesellschaftlichen Umwälzungen mit Privatisierung, Liberalisierung, Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft mit einer Vielzahl von Jobs im Niedriglohnsektor eine zunehmende Fragmentierung der Gesellschaft erfolgen wird. Für die Stadt führt das zu verstärkter Segregation. Nicht umsonst sprechen Stadtforscher von der fragmentierten Stadt oder der dualen Stadt.

Zu den Zeiten von Schumacher war es ähnlich. Sie erinnern sich: deutlich mehr als 80 % der Bevölkerung hat ein Einkommen, das nur eine „Kleinwohnung“ erlaubt. Adenauer und Schumacher sahen das als ein zentrales Problem der Stadt an und sie sahen im genossenschaftlichen Wohnungsbau ein wesentliches, wenn nicht das entscheidende Instrument, um zur Lösung dieser Problematik beizutragen. Und sie waren ohne Zweifel recht erfolgreich damit. Nicht umsonst wird Köln als das gelungenste Beispiel genossenschaftlichen Wohnungsbaus in Deutschland angesehen.

Und heute? In dem Leitbild wird über Wohnen fast nicht gesprochen, ist aber auch nicht notwendig, da festgestellt wird, dass in Köln ausreichend – ich zitiere – „attraktiver und bezahlbarer Wohnraum“ vorhanden ist. Ausreichend ist sehr wohl wahr, wenn man alles in einen Topf wirft und nicht nach einzelnen Wohnungsteilmärkten unterscheidet. Aber attraktiver und bezahlbarer Wohnraum? Meine Studenten haben da andere Erfahrungen und just vor einigen Wochen stand in einem Bericht des Stadtanzeigers: „Im aktuellen Bericht des Amts für Wohnungswesen für das Jahr 2002, der jetzt den Ratsfraktionen zur Verfügung gestellt wurde, ist von „einem erheblichen Bedarf an Wohnraum vor allem im preiswerten Marktsegment die Rede.“ Die Zahl der Wohnungssuchenden, die auf Grund ihres Einkommens die Berechtigung zum Bezug einer Sozialwohnung haben, ist nahezu unverändert. Sie hat gegenüber 2001 im vergangenen Jahr lediglich um 500 auf 12 000 abgenommen und liegt damit auf dem Niveau von 1998.“ Und die Stadt wird als familien-, kinder- und jugendfreundlich deklariert, denn es gibt – ich zitiere – „qualifizierte und bedarfsgerechte Angebote an Kinderbetreuung“. Jeder mag für sich selbst überlegen, ob das in dieser Form zutrifft.

Bereich Zentren und Zentrensystem

Hier geht es um die City, um die Bezirkszentren und um das innerstädtische Zentrensystem (PPP 32). Dieser Bereich stellt sich als ein außerordentlich komplexes System dar. Hier Lösungen zu finden ist deutlich schwieriger als das für Schumacher und Schwarz der Fall war, aber ich glaube man kann schon einige Ideen finden.

Die Stärkung des innerstädtischen Zentrensystems war für Schumacher und Schwarz relativ einfach durchzuführen, da die Einzugsbereiche auf Grund der Mobilitätsverhältnisse ziemlich klar abgesteckt waren. Das ist heute deutlich komplexer, hervorgerufen durch die Ansiedlung der Einkaufszentren auf der grünen Wiese und der Motorisierung. Aber die Stadtbezirkszentren leiden nicht allein unter diesen Einkaufszentren, sondern auch unter der intensiven Aufwertung der City und damit beißt sich das oftmals berechtigte Bemühen zur Stärkung der City als Einzelhandelsstandort mit dem Bemühen die Stadtteilzentren zu stärken. Und diese Problematik wird sicher nicht weniger, wenn in Stadtbezirken neue Einkaufszentren geplant bzw. errichtet werden, wie das ja nun für Köln-Kalk der Fall ist.

Vielleicht darf ich an dieser Stelle an eine Feststellung von Rudolf Schwarz erinnern:
„Es ist ein Fehler, der den Bauherren und auch den Städtebauern leicht unterläuft, die Menge der in einer Stadt nötigen und lebensfähigen Geschäfte weitaus zu überschätzen: Es sind immer nur wenige Straßen, welche die City tragen; die Versuche, dieses natürliche Maß durch städtebauliche Entwürfe zu vergrößern, sind fast immer fehlgeschlagen.“ (Schwarz 1950, S. 59)

Die City als Stätte des Hohen: Hier ist das Bemühen Kölns anzuerkennen, wenn es z.B. um die Ansiedlung von Museen geht und auch die Idee, die Nord-Süd-Fahrt zu überdeckeln (PPP 33), ist ganz gewiss ein Beitrag dazu, wobei z.Zt. es wohl sehr ungewiss ist, ob diese Maßnahme in absehbarer Zeit durchgeführt wird angesichts der finanziellen Lage der Stadt. Stätte des Hohen wiederum steht in engem Zusammenhang mit Urbanität, verstanden etwa mit Richard Sennett als Zusammen- und Wechselspiel von Öffentlichkeit und Privatheit (Sennett 1991). Die Konsequenz sind öffentliche Räume, Plätze mit Aufenthaltsqualität. Zwischen Dom, Heinrich-Böll-Platz und Rhein ist der Stadt so etwas sehr wohl gelungen. Aber zurück zur Nord-Süd-Fahrt und zum Offenbachplatz. Bei einer Überdeckelung werden sehr kostbare Flächen frei. Kostbar bedeutet dabei für mich nicht allein im Hinblick auf Verkaufsflächen und shopping malls, die meiner Meinung nach die Gefahr in sich bergen, zur Fragmentierung beizutragen. Kostbar bedeutet auch, hier eröffnet sich jetzt die Chance, das zu verwirklichen, was Schwarz wollte „einen wirklichen Platz im Herzen der Stadt“, er spricht sogar einmal von der „stillen Mitte“.

Wie wird es gemacht?


Was ist mit einer gründlichen, kritischen Analyse (PPP 34)?

Eine Stärke-Schwächen-Analyse fehlt. Wenn überhaupt wird höchstens in Ansätzen von Stärken gesprochen. Die beherrschenden Verben sind „soll“ und „wird sein“. Vielleicht stimmt einfach, was in einem Kommentar jüngst im Stadtanzeiger formuliert wurde: „Das ist ja das schöne an der kölschen Moral. Sie ist einfach resistent gegen jede Form von unangenehmen Wahrheiten.“

Was ist mit konkreten Handlungsvorstellungen?

Konkrete Handlungsleitlinie kann ich keine finden. Vermittlung von konkreten Vorstellungen (z.B. durch Diagramme, Karten, Skizzen) tauchen nicht auf. Es ist nur ein allgemeiner, 18-seitiger Text.

Ich habe mir den Text mehr als einmal durchgelesen. Zum Beispiel einmal, indem ich mir vorgestellt habe, der Text beschreibt Düsseldorf. Sorry, ich könnte auch eine andere Stadt nehmen. Das Ergebnis ist das gleiche. Er passt zu fast 100 %. Ein Leitbild für Köln?

Ich habe mir den Text auch durchgelesen mit der Vorstellung, was würden Schumacher und Schwarz dazu sagen? Das Ergebnis: ein erschrockenes „Oje – Kein Leitbild für Köln“.
Insgesamt komme ich zu dem Ergebnis: Der Entwurf sprich den normalen Bürger in keiner Weise an, er ist höchstens ein Text, der für alles herhalten kann, für Politiker und Werbemanager. Das Ergebnis ist kein Leitbild, vielleicht nicht einmal ein Leidbild, sondern viel mehr eine Lei(ch)tbild.

Nun ließe sich ja fragen, ob denn meine Vorstellungen von Leitbild noch zeitgerecht sind, oder ob diese nicht eher antiquiert sind und ich daher zu so einer doch recht negativen Beurteilung des Leitbildentwurfes komme. Es stellt sich also die (PPP 35)

Zentrale Frage: Was soll in Zukunft das Leitbild, das leitende Bild, sein? In welche Richtung geht die Stadt?

Stadt fit machen für die Zukunft, ist eine Antwort. Hier wird jeder zustimmen. Und was meint die Zukunft?

Damit meint der eine das Bestehen im globalen, regionalen und lokalen Wettbewerb und versteht damit Stadt sehr stark als ein Wirtschaftsunternehmen. Der andere denkt an eine nachhaltige Stadt und meint damit eigentlich fast nur eine ökologische Stadt.

Ich möchte weder das eine noch das andere verteufeln, beide Richtungen müssen sicher bei dem leitenden Bild berücksichtigt werden. Ich möchte nur auf die Diskrepanz zwischen unterschiedlichen Interpretationen hinweisen. Und ich möchte darauf hinweisen, dass es nach meiner Meinung ein Knoten geben muss, auf den alle Anstrengungen zulaufen müssen.

In den 1920er Jahren wie nach dem 2. Weltkrieg stand Stadtentwicklung an Wendepunkten. Schumacher stand vor der Aufgabe, der Großstadt ein menschliches Gesicht zu geben, Schwarz musste versuchen aus den Trümmern eine Stadt so zu formen, dass sie den neuen Erfordernissen genügte. Ich denke, wir stehen wieder an so einer entscheidenden Wegegabelung. In welche Richtung soll die Stadt gehen? Welche Stadt wollen wir?

Hier komme ich auf die meine Ausführungen zu Anfang zurück und ich möchte ein Begriffspaar nutzen, was die beiden Richtungen von Vorstellungen über Stadt, die nach meinem Dafürhalten zur Zeit möglich bzw. vorhanden sind, sehr klar macht:

Stadt der Menschen – Stadt der Produktion (und des Geldverdienens)

Was beinhalten diese Metaphern? Diese Metaphern für die Stadt kenne ich von Ken Hewitt, einem kanadischen Kollegen, mit dem ich langen Zeit an einem Projekt „Zerstörung und Wiederaufbau deutscher Städte“ zusammengearbeitet habe (Hewitt 1993). Basierend auf der Strategie des „area and morale bombing“ waren die Ziele der Bombardierungen im 2. Weltkrieg fast ausschließlich die Innenstädte als Wahrzeichen der Städte und die dicht besiedelten Wohnbezirke und fast nie die Industrie und Gewerbegebiete. Es traf also vor allem die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder, Frauen und alte Menschen und nicht die Produktionsstätten, in denen oftmals auch kriegswichtige Güter hergestellt wurden. Dieses Phänomen von Stadtzerstörung, nämlich die Zerstörung der Stadt der Menschen beklagt ja auch Bogdan Bogdanovic, den ich zu Anfang zitiert habe.

Ich persönlich neige der Metapher „Stadt der Menschen“ zu als dem leitenden Bild für zukünftige Stadtentwicklung, wobei das in keiner Weise bedeutet, das die „Stadt der Produktion“ nicht einbezogen werden muss, allerdings in einer untergeordneten (dienenden?) Priorität. Aufgabe eines Leitbild ist dann primär nicht darin zu sehen, die Stadt fit zu machen für den internationalen Wettbewerb, sondern darin, gegenüber ihren Bürgern verantwortlich zu handeln. Ein solches Leitbild geht in Richtung „Stadt der Menschen“, und dort haben Schumacher und Schwarz uns etwas zu sagen, denn genau eine solche wollten sie.


Gibt es Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Leitbildes Köln 2020?

In der Tat habe ich den Entwurf heftig kritisiert, und das sowohl von der inhaltlichen Ausrichtung her (zu starke Zentrierung auf allgemeine Schlagworte, zu wenig Berücksichtigung der Stadt als soziales Gebilde, als Gemeinwesen) als auch von der bisherigen konkret vorliegenden Ausführung. Bei letzteren sind dabei von allem drei Kritikpunkte aufgetreten, nämlich

1. Fehlen einer dezidierten Analyse der derzeitigen Situation (im Sinne einer Stärke-Schwäche-Analyse),

2. Fehlen des „Herunterbrechens“ bzw. Umsetzens der allgemeinen Ziele in konkreten Handlungen und Projekte für Köln (nur so können die Bürger wirklich etwas damit anfangen),

3. eine stärkere didaktische Aufbereitung (z.B. auch durch Graphiken), so dass die Bürgerinnen und Bürger sich bildlich vorstellen können, was gemeint ist.
Nun gibt es seit einigen Tagen eine überarbeitete Version des Entwurfes im WWW (Stadt Köln 2003 b). Hinsichtlich der inhaltlichen Schwerpunktsetzung ist nach meinem Eindruck wenig Änderung eingetreten, was nach meiner Meinung und meinem Verständnis von Stadt bedauerlich ist. Im kurzen Endkapitel (= Kapitel 4: Gelebtes Leitbild) ist allerdings eine Aussage zu finden, die Hoffnung gibt, dass kritische Punkte erkannt sind. Dort heißt es: „Das Leitbild Köln 2020 geht von einer Standortbestimmung aus und formuliert darauf aufbauend Ziele.“ Genau so ist Schumacher vorgegangen mit seiner Stärke-Schwächen-Analyse. Noch ist das in dem Leitbildentwurf nicht enthalten. Mir scheint es aber unbedingt notwendig, eine solche Analyse durchzuführen, um eine solides Fundament zu haben, auf dem in realistischer Weise Ziele und Handlungsleitlinien zur Erreichen dieser Ziele formuliert werden können.

Und in dem auf diesem Kapitel folgenden Kleingedruckten steht: „Zur Umsetzung des Leitbilds anhand konkreter Projekte ist zu prüfen, welche Zielaussagen durch welche Art von Maßnahmen (und unter welchen finanziellen Bedingungen) umsetzbar sind.“ Hier wird das oben erwähnte „Herunterbrechen“ angesprochen.

Sollten diese Aussagen wirklich in die Tat umgesetzt werden, dann kann Köln 2020 ein für die Entwicklung Kölns hilfreiches Leitbild ergeben. Ein echtes Leitbild wie es diejenigen von Schumacher und Schwarz gewiss waren (sind).

Literatur

Bogdanovic, B. (1993): Die Stadt und der Tod. Klagenfurt/Salzburg

Hewitt, K. (1993): Reign of Fire: the civilian experience and urban consequences of the destruction of German cities, 1942-1945. In: Nipper, J./Nutz, M. (eds.): Kriegszerstörung und Wiederaufbau deutscher Städte. Geographische Studien zu Schadensausmaß und Bevölkerungsschutz im Zweiten Weltkrieg, zu Wiederaufbauideen und Aufbaurealität. Kölner Geographische Hefte, Heft 57, Köln, S. 25-45

Holzner, L. (1996): Stadtland USA: Die Kulturlandschaft des American Way of Life. Gotha

Schumacher, F. (1923): Köln – Entwicklungsfragen einer Groszstadt. München

Schwarz, R.: (1950): Das neue Köln – Ein Vorentwurf. Köln

Sennett, R. (1991): Civitas. Die Großstadt und die Kultur des Unterschieds. Frankfurt/M

Stadt Köln (2003a): Entwurf – Leitbild Köln 2020. (18. Juni 2003)

Stadt Köln (2003b): Entwurf – Leitbild Köln 2020. (8. September 2003)

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